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Gehörknöchelchen: Funktion, Erkrankungen & Behandlung

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Gehörknöchelchen: Funktion, Erkrankungen & Behandlung

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Erscheinungsdatum: 30. April 2024

Datum der letzten Überarbeitung: 17. Dezember 2025

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Die Gehörknöchelchen sind ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Hörsystems. Sie sind für die Übertragung von Schallschwingungen vom Trommelfell zum Innenohr verantwortlich. Die Gehörknöchelchen bestehen aus drei winzigen Knochen – Hammer, Amboss und Steigbügel – und spielen eine entscheidende Rolle beim Hören. In diesem Artikel beschreiben wir Funktionen und Anatomie sowie Behandlungsmöglichkeiten beschädigter Gehörknöchelchen.

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Das Wichtigste auf einen Blick:

 

  • Die Gehörknöchelchen bestehen aus Hammer, Amboss und Steigbügel1
  • Ihre wichtigste Aufgabe: Schall verstärken und weiterleiten1
  • Schäden können zu Schallleitungsschwerhörigkeit führen2 
  • Häufige Probleme: Entzündungen oder verschobene Gehörknöchelchen3
  • Behandlungen reichen von Medikamenten bis zu Hörgeräten oder Operationen2
  • Eine frühzeitige Abklärung verbessert die Hörqualität nachhaltig
  • Tipp: Eine kostenlose Hörmessung kann schnell zeigen, ob Ihr Gehör optimal funktioniert
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Überblick

  • Was und wo sind Gehörknöchelchen? 
  • Welche Funktion haben die Gehörknöchelchen? 
  • Erkrankungen der Gehörknöchelchen 
  • Wie werden beschädigte Gehörknöchelchen behandelt? 

Was und wo sind Gehörknöchelchen?

Die Gehörknöchelchen sind drei miteinander verbundene Knochen im Mittelohr. Sie bilden eine bewegliche Kette zwischen dem Trommelfell und dem Innenohr und sind für die Weiterleitung von Schall unverzichtbar.1 Trotz ihrer geringen Größe erfüllen sie eine hochpräzise Aufgabe: Sie übertragen feinste Schwingungen und sorgen dafür, dass diese im Innenohr verarbeitet werden können.

Die drei Gehörknöchelchen im Überblick1

  • Hammer (Malleus): direkt mit dem Trommelfell verbunden
  • Amboss (Incus): verbindet Hammer und Steigbügel
  • Steigbügel (Stapes): überträgt die Schwingungen ins Innenohr

Der Steigbügel ist der kleinste Knochen des menschlichen Körpers.

Welche Funktion haben die Gehörknöchelchen?

Die Funktion der Gehörknöchelchen besteht darin, Schallwellen aufzunehmen, zu verstärken und gezielt weiterzuleiten. Ohne dieses System würden Geräusche deutlich leiser oder verzerrt wahrgenommen werden.1 Die Gehörknöchelchen wirken dabei wie ein mechanischer Verstärker, der die Schwingungen vom Trommelfell effizient ins Innenohr überträgt.

Schallübertragung und Schwingungen

Schall trifft auf das Trommelfell und erzeugt dort Schwingungen. Diese werden:

  1. vom Hammer aufgenommen,
  2. über den Amboss weitergegeben und
  3. vom Steigbügel ins Innenohr übertragen.1

Dort gelangen die Schwingungen in die Flüssigkeit im Innenohr (Perilymphe) und werden in Nervenimpulse umgewandelt.1 Die Aufgabe der Gehörknöchelchen ist es somit, Schall hörbar zu machen.

Ein wichtiger Schutzmechanismus ist der Stapediusreflex. Dieser sorgt dafür, dass sich ein kleiner Muskel im Ohr bei lauten Geräuschen anspannt und die Schallübertragung reduziert.1 Er

  • reduziert die Weiterleitung von zu starken Schwingungen,
  • schützt das Innenohr vor Überlastung und
  • unterstützt die Anpassung an unterschiedliche Lautstärken.

Besonders im Alltag – etwa bei plötzlichen lauten Geräuschen – spielt dieser Reflex eine wichtige Rolle.

Erkrankungen der Gehörknöchelchen

Gehörknöchelchen-Krankheiten können die Schallübertragung erheblich beeinträchtigen. Häufig entwickeln sich diese Veränderungen schleichend, sodass sie zunächst kaum bemerkt werden. Mit der Zeit kann sich jedoch das Hörvermögen verschlechtern – Betroffene nehmen Geräusche oft dumpfer wahr, verstehen Sprache schlechter oder haben das Gefühl, als wäre das Ohr „verschlossen“.2


Gehörknöchelchen-Entzündung

Entzündungen im Mittelohr können sich auf die Gehörknöchelchen auswirken.

  • Oft Folge einer Mittelohrentzündung2
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Gehörknöchelchen
  • Mögliche bleibende Hörprobleme

Gehörknöchelchen sind verschoben oder unterbrochen

Sind die Gehörknöchelchen verschoben oder ist die Verbindung zwischen ihnen unterbrochen (Diskontinuität), kann die Schallübertragung deutlich gestört sein. In manchen Fällen spricht man auch von einer Luxation (Ausrenkung) der Gehörknöchelchen, bei der die feine Kette im Mittelohr aus ihrer Position gerät. In diesem Fall erreichen die Schwingungen das Innenohr nicht mehr vollständig, was zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit führt.1 Eine solche Veränderung kann verschiedene Ursachen haben. Häufig entsteht sie durch äußere Einflüsse oder Erkrankungen des Mittelohrs. Mögliche Auslöser sind:

  • Verletzungen, etwa durch ein Schädeltrauma
  • Plötzliche Druckveränderungen (z. B. beim Fliegen oder Tauchen)
  • Akute oder chronische Mittelohrentzündungen
  • Angeborene Fehlbildungen
  • Erkrankungen wie Cholesteatom

Je nach Ausprägung erfolgt die Behandlung entweder mit Hörgeräten oder durch eine Operation zur Wiederherstellung der Gehörknöchelchenkette.2

Otosklerose und Verkalkung der Gehörknöchelchen

Bei der Otosklerose handelt es sich um eine Erkrankung, bei der es zu abnormalem Knochenwachstum im Bereich der Gehörknöchelchen kommt. Besonders häufig ist der Steigbügel betroffen, dessen Beweglichkeit dadurch eingeschränkt wird.3 Auch Verkalkungen können die Beweglichkeit der Gehörknöchelchen beeinträchtigen. In beiden Fällen wird die Schallübertragung gestört, was sich meist durch zunehmenden Hörverlust bemerkbar macht.

Wichtig: Diese Veränderungen entwickeln sich oft langsam und bleiben daher lange unbemerkt.

Weitere Erkrankungen

  • Angeborene Fehlbildungen
  • Altersbedingte Veränderungen
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Wie werden beschädigte Gehörknöchelchen behandelt?

Die Behandlung richtet sich immer nach der Ursache und dem Ausmaß der Beeinträchtigung. Ziel ist es, die Schallübertragung bestmöglich wiederherzustellen und die Hörqualität zu verbessern.2 Dabei stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung – von unterstützenden Maßnahmen bis hin zu medizinischen Eingriffen.

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Behandlungsmöglichkeiten im Überblick

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Hinweis zur Hörgesundheit

Die hier bereitgestellten Informationen dienen der Orientierung und allgemeinen Aufklärung rund um das Thema Hörgesundheit. Sie stellen keinen Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung oder Behandlung dar. Bei individuellen Beschwerden oder Fragen zu Ihrer Gesundheit empfehlen wir, sich an eine Ärztin, einen Arzt oder eine entsprechend qualifizierte Fachperson zu wenden.

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Autor

Hansaton

Bewertet von:
Hansaton

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